Warum gebisslos nicht automatisch besser ist

Gebisslos ist besser. Gesünder und schonender fürs Pferd. Angenehmer. Einfach total genial. Und Gebisse sind der Teufel in Person. Gefährlich, scharf, unangenehm und nur was für Reiter, die ihr Pferd sonst nicht gehalten kriegen.

Wisst ihr was? Bullshit.

Egal ob mit Gebiss oder ohne: Trensen sind immer gefährlich, wenn man sie zu heftig oder falsch benutzt.

Gebisslose Trensen

Vorteile

  • gut für Pferde die empfindlich im Maul sind
  • gut zum Einreiten um nicht direkt ein Gebiss im empfindlichen Pferdemaul zu haben sondern zuerst die Basics zu üben

Nachteile

  • sitzen auf der Nase und üben dadurch bei Zug am Zügel je nach Art eine Menge darauf aus
  • Gebiss fehlt – Abkauen wird erschwert

Trensen mit Gebiss

Vorteile

  • Gebiss erleichtert Abkauen und damit Entspannung durch Aktivierung des Kaureflexes
  • oft feiner in der Hilfengebung

Nachteile

  • Gebisse werden oft mit Gewalt verwendet (gerade im Elitesport) um das Pferd „rund“ zu bekommen
    • –> aufgesperrte Mäuler bis hin zu Rollkur sind die Folge
  • oft schärfer als gebisslose Zäumungen da das Gebiss im empfindlichen Pferdemaul liegt

Zusammenfassung

Ihr seht also, dass gebisslos nicht zwingend besser ist sondern man die Zäumung je nach Pferdealter, -typ und Ausbildungsstand anpassen muss. Wichtig ist: Es gibt scharfe gebisslose Zäumungen (z.B. Hackamore) und auch scharfe Gebisse (Kandare). Beide sollten nur in sehr erfahrene Hände da man dem Pferd damit schnell schadet.

Zum Thema Gebisslose Zäumungen und Gebisse kommen demnächst noch Beiträge.

Liebe Grüße, eure Toni

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