Hausmittel in der Fütterung: Öl

Hausmittel in der Fütterung #1: Öl

Da sich viele dazu mal einen Beitrag gewünscht haben, möchte ich euch heute ein wenig zu Boleros Fütterung erzählen, genauer zu Hausmitteln in seiner Fütterung.

Und da dieses Gebiet so unglaublich vielseitig ist, teile ich das in verschiedene Teile auf.

Heute also: ÖL!

Warum Öl?

Zuerst einmal: Öle sind ein wichtiger Bestandteil der Pferdefütterung. Bei traditioneller Haferfütterung nehmen die Pferde die Öle im Hafer auf, bei Weidehaltung sind in den aufgenommenen Grassamen Öle enthalten. Nur über die heutzutage gängige Heufütterung und die meist trockenen Zusatzfuttern wird wenig bis kein Öl bereitgestellt.

Dabei sind die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren und auch der hohe Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren von großer Bedeutung, da sie nicht vom Pferd selbst produziert werden können, sondern übers Futter aufgenommen werden müssen.

Entgegen der Behauptungen kann Öl übrigens sehr gut von Pferden verdaut werden – trotz fehlender Gallenblase!

Welches Öl kann ich füttern?

Bei der Verwendung von Öl in der Fütterung ist es wichtig, nicht jedes x-beliebige Öl zu nehmen. Gut eignen sich z.B. Leinöl, Mariendistelöl, Reiskeimöl oder Schwarzkümmelöl. Auch gut sind Sonnenblumenöl, Traubenkernöl oder Maiskeimöl.

Eher nicht geeignet sind Rapsöl und Olivenöl – diese werden jedoch meist schon wegen des Geschmacks vom Pferd abgelehnt. Ihr seht, es eignen sich hauptsächlich Pflanzenöle.

Als einziges für Pferde geeignetes tierisches Öl sollte man aber Fischöl nicht vergessen. Es ist in der Fütterung sehr beliebt und das nicht ohne Grund: Es enthält neben den Fettsäuren das wichtige Vitamin A.

Wichtig ist auch, auf möglichst kleine Packungen zu achten, denn Öl wird schnell ranzig und schlecht.

Wobei hilft Öl?

Öl ist ein echter Alleskönner und kann den Stoffwechsel des Pferdes umfassend unterstützen. Viele berichten von glänzenderem Fell, besseren Hufen und erhöhter Kondition. Außerdem entspannt Öl ungemein, da es den Anstieg des Stresshormons Cortison verringert., somit schont es auch das Herz.

Öl beugt außerdem Entzündungen vor und ist stoffwechselfördernd. Es reguliert auch den Darm und den Magen und kann so ideale Abhilfe bei Kotwasser oder Durchfall sein.

Für uns ein ganz wichtiger Punkt: Es spendet hochverfügbare Energie! Gerade im Winter ist es deshalb zu empfehlen, wenn euer Pferd schnell abnimmt.

Es bindet die kleinsten Futterpartikel und mildert somit Atemprobleme, außerdem schützt eingelagertes (verdautes) Öl die Organe vor Kälte und stellt einen Energiespeicher dar.

Wichtig: Als Faustregel gilt: Nicht mehr als 100-150ml (je nach Größe und Gewicht des Pferdes) pro Tag füttern. Sonst kann es zu Verdauungsstörungen kommen.

Weitere wichtige Vorteile der Ölfütterung:

  • Verbesserung der Fließfähigkeit des Blutes durch Vitamin E
  • Senkung des Reherisikos (mehr Energie durch weniger Eiweiß und Stärke)
  • verringert Regeneraionszeit
  • verbessert „klarkommen“ mit Medikamenten (Achtung! Zwischen Medikamenten und Öl sollten mindestens 2 Stunden liegen, um die ideale Aufnahme zu garantieren)
  • belastet den Verdauungstrakt nicht

Zwischen 20 und 50ml sind dabei je nach Pferdegröße vollkommen ausreichend 🙂

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